All Things Lost

Shownotes

Welche zwei Nobelpreisträgerinnen waren auch enge Brieffreundinnen? Wieso gibt es Thomas Mann jetzt überall in KI? Und was soll man lesen, wenn das Herz brennt? Wir hätten da ein paar Vorschläge für euch. Es geht um Bücher von Katie Kitamura, Lina Sheynius und Jenny Offill. Und wir erinnern an Nelly Sachs!

Bücher Katie Kitamura, „Die Trennung“ (übers.: Kathrin Razum, Hanser) Lina Sheynius, „Tagebuch einer Trennung“ (übers.: Eva Bonné, aki-Verlag) Jenny Offill, „Amt für Mutmaßungen“ (über.: Melanie Walz, DVA)

Sonstiges Artikel SZ, unter: https://www.sueddeutsche.de/kultur/wolfram-weimer-afd-buchhandlungspreis-verlagspreis-kulturpolitik-li.3475327

Credits Sprecher: Malte Schlage Design: Elisa Merino Vazquez Musik: Johannes Rieger Produktion: Josef Braun und Linn Penelope Rieger

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Transkript anzeigen

00:00:02: Wasser und Buch, der Podcast für literarische Grundbedürfnisse.

00:00:07: Mit Lynn Penidope Miklitz und Josef

00:00:10: Braun.

00:00:22: Hallo Joseph schön dich zu sehen!

00:00:24: Hallo Lynn, schön dich zusehen.

00:00:26: Lynn wie geht's dir?

00:00:29: Dass diese Frage heute ein bisschen anderen Geschmack hat liegt daran dass jetzt heute da wir diese Folge aufnehmen die Nachrichten noch relativ frisch sind.

00:00:38: gestern Abend stand heute zum Zeitpunkt der Aufnahme ist ein Mann in einem Auto, in die Leipziger Innenstadt gerast und es gibt auf jeden Fall so weit ich weiß zwei Menschen, die dabei getötet worden sind.

00:00:56: Und ich muss sagen mir geht's ganz okay... Du kennst das vielleicht.

00:01:01: Man versucht dann erst mal schnell alle abzut telefonieren, die man kennt um das zu klären.

00:01:05: Das war bei uns auch gestern der Weg ne?

00:01:07: Ja erstmal überall nachfragen alles gut.

00:01:09: Ich habe auch Anrufe bekommen von Familienmitgliedern von anderswo Die wissen wollten ob es uns gut geht

00:01:15: Was ja eigentlich auch was total schön ist, dachte ich gestern so als sich auch Nachrichten oder Anrufen bekommen.

00:01:21: Ja, total zu merken.

00:01:22: Da sorgen sich Leute um dich auch Leute mit denen du vielleicht gar nicht so regelmäßig Kontakt hast.

00:01:28: das war auch ein schöner Moment.

00:01:29: gleichzeitig muss ich schon öfter daran denken dass es eben auch Menschen gibt die dann diesen Anruf nicht bekommen haben oder nicht mehr entgegennehmen konnten oder die Nachrichten gekriegt haben anderer Art und das ist schon alles sehr bedrückend und wir ja werden uns sicherlich noch weiter darüber austauschen hier hinter den Kulissen wie es da mit diesem Thema jetzt weitergeht.

00:01:52: Genau, aber wir wollten uns einmal sozusagen auch setzen, weil's einfach was ist, das hier schon beschäftigt und was auch in der Stadt beschäftigt.

00:01:59: Und ich fand es irgendwie schön zu sehen dass sich schon das Gefühl hat, dass Leipzig damit ganz gut um geht so... Also es gibt jetzt in der Nikolajkirche Generell in beiden Kirchen, die waren relativ schnell so offen und das war auch wirklich die Ansage.

00:02:13: Ihr könnt hier reinkommen, ihr könnt euch hier sammeln.

00:02:16: Und wenn man dann diesen Bogen zur Geschichte schlägt und zu neunundachtzig und wo diese Kirchen ja auch ein extrem zentraler Sammelpunkt waren für die Menschen, die protestiert haben Dann merkt man einfach so Leipzig hat eine tolle Stadtgesellschaft irgendwie Die kommt dann wieder raus und das fand ich sehr schön

00:02:40: Im Vulkan Josef, wir müssen noch mal über Weimar sprechen.

00:02:46: Wolfram Weimar und darüber dass er nur die Spitze eines Eisbergs ist von dem ich jetzt nicht so richtig was geahnt habe.

00:02:53: Ich hab es in der SZ gelesen und ich will dich da einmal mit reinnehmen.

00:02:57: Also das Verwaltungsgericht in Berlin hat Wolfram weimar letzte Woche untersagt die Betreiberinnen des Berliner Buchladens zur schwankenden Weltkugel als politische Extremisten zu bezeichnen.

00:03:08: Wir erinnern uns, das hatte er getan im Rahmen dieses E-Class um den Preis für die deutschen Buchhandlungen und wo es dann Ausschlüsse gab nachdem nominierte schon bekannt gegeben worden waren.

00:03:21: Warum ist das jetzt wichtig, dass dieser Beschluss da ist?

00:03:24: Es kam so, dass in Folge von Weimar's Aussagen einige Politiker das Wording aufgegriffen haben.

00:03:29: Also diese Buchhandlungen als extremistisch oder staatsfeindlich bezeichnet haben also auch die anderen Buchhandlung, um die es da ging.

00:03:37: und jetzt wurde eben ganz klar gesagt, dass das nicht rechtens ist, dass hier keine falschen Tatsachen hinter solchen Bezeichnungen vermutet werden dürfen weil es eben rechtswidrig ist.

00:03:51: Und ich dachte irgendwie, damit können wir jetzt so einen Haken machen hinter dieses Kapitel und das so ein bisschen abschließen um nach vorne zu schauen.

00:03:57: Aber die Lage ist anders!

00:03:59: Und nenn mich naiv.

00:04:00: aber für mich hat DSZ da auch einen tollen Job gemacht, um das alles mal in so einem Zusammenhang, in so einen größeren Zusammenhang zu stellen.

00:04:08: Ich habe den Artikel auch verlinkt.

00:04:10: DSZ schreibt nämlich dass mit dem Urteil ein kulturpolitischer Stellungskampf vorerst seinen Höhepunkt erreicht hat und hat eben diese Ereignisse rund um Weimar deutschen Buchhandlungspreis in eine Reihe mit dem Gebarenrechter Reporter gestellt, die im Oktober-Zw.

00:04:26: twenty-fünfundzwanzig auf der Frankfurter Buchmesse Verlagsprogramme unter die Lupe genommen haben von Verlagen, die mit dem Deutschen Verlachspreis ausgezeichnet worden waren.

00:04:35: Die haben dann so ein Video daraus gemacht, indem sie Weimar vorgeworfen haben, linksradikale also auch ein Zitat Verlage mit Steuergeldern zu unterstützen Und ich habe das nicht mitbekommen.

00:04:46: Generell hat dieses Video in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle gespielt, aber das sieht eben hinter den Kulissen anders aus.

00:04:54: Im Bundestag zum Beispiel hat die AfD einen Antrag gestellt, den deutschen Verlagspreis zu reformieren und sie wollte eben darin durchsetzen, dass Verlage ausgeschlossen werden können, die auch wieder ein Zitat publizistischen Linksextremismus vornehmen.

00:05:11: Dann folgte noch ein Antrag seitens der AfD Und das ganze Spiel wird immer weiter gedreht.

00:05:19: Im SC-Artikel steht dafür noch viel mehr, ich kann und werde den nicht nach erzählen aber da gibt es noch einige interessante und bestürzende Hintergrundinformationen aus dem Innenministerium.

00:05:29: die Fragen der AfD nach Jury Zusammensetzung spielen eine Rolle.

00:05:34: Das Urteil dass die SC dann aber am Ende des Artikels fällt könnte wie ich finde deutlicher und beunruhigender nicht sein.

00:05:41: und dieses Zitat möchte ich dir jetzt noch kurz vorlesen.

00:05:44: Die SH schreibt, die AfD kann kulturelle Institutionen, die ihr nicht genehm sind.

00:05:49: Nun vom Kulturstaatsminister persönlich mit dem Stigma potenzieller Staatsfeindlichkeit versehen lassen und gleichzeitig davon ablenken, dass sie es selbst ja ist, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

00:06:01: Nicht Sie muss sich dann Fragen zu ihrer verfassungsteuer Gefallenlassen, sondern Buchhandlungen und Verlage, die noch vor Kurzem völlig unverdächtigte Teilnehmer des öffentlichen Lebens gewesen.

00:06:13: Das ist ein guter Schlusspunkt und auch noch mal ein wichtiger Punkt.

00:06:16: Und ich... Es reiht sich wirklich krass ein in diese ganzen Angriffe auf die Literatur.

00:06:23: Man hat das Gefühl, dass Weimar sich vor der AfD hertreiben lässt?

00:06:28: Und man ahnt mit diesem Artikel auch, dass es an der... Mit der Abarbeitung an der Person Weimar überhaupt nicht getan ist!

00:06:34: Nee, und ich glaube auch, es ist eben auch nicht nur einen Vorher treiben lassen.

00:06:39: Es ist irgendwie auch wirklich so dieses.

00:06:41: Es scheint ja bei der CDU oder bei großen Teilen sozusagen des damit verbundenen politischen Lagers wirklich so eine Überzeugung zu geben, dass einige Sachen total richtig sind die die AfD macht.

00:06:53: Also es ist sozusagen nicht nur oh Gott uns laufen die Wähler weg wir wollen das deswegen machen wir's auch sondern es scheint da wirklich eine Überzeugung zu sein und das ist ja was was in anderen Ländern nie funktioniert hat diese Kopiererei und dieses Gedanken.

00:07:09: Es ist schon auch ein bisschen beschämt irgendwie, oder?

00:07:12: Dass so dieser Glaube da ist und dass das so wenig Offenheit gegenüber anderen Meinungen da ist gerade zur Zeit.

00:07:20: Lass uns noch zu den paar anderen Fällen kommen wo das nämlich auch so ist und wo die Literatur auch unter Beschuss steht und eine Sache war ja... Krass, du erinnerst dich, Lindhurt.

00:07:28: Das ist ja mitgebracht!

00:07:30: Ah der französische Verlag?

00:07:31: Der französe

00:07:31: Verlag wo alle gehen oder viele gehen

00:07:34: und... Ja die hat ja auch hundertsiebzig mittlerweile ne?

00:07:36: Genau.

00:07:36: also das war was war unser Update?

00:07:39: der rechtsextreme Milliardär Wincel Bolloré hat das Ding ja übernommen und schon als es übernommen hat haben alle so gesagt oh Gott wofür führt das hin?

00:07:48: weil was ich auch nicht so ganz wusste der hat schon mehrere Sachen übernommen,

00:07:52: ne?

00:07:52: Ja ja.

00:07:53: Der hat ein riesiges Imperium

00:07:54: und

00:07:54: man muss sich das wirklich vorstellen der kontrolliert da einfach eine ganze Medienlandschaft.

00:07:58: Genau bisschen American Style sozusagen wie es da inzwischen so ist und er hat auch in anderen Bereichen schon ganz schön Karlschlag gemacht.

00:08:08: bei diesem Verlag hatte er erst mal noch die Finger von gelassen und deswegen sind auch viele Autoren da erstmal noch geblieben.

00:08:14: dann hattest du uns den Fall Boa Lam San Sal mitgebracht.

00:08:17: Es ist nicht ganz klar ob jetzt der Verleger Olivier Nora, der ist der langjährige Verleger dort gewesen.

00:08:23: Wirklich so ein bisschen ... Als ich über den gelesen hab, dachte ich, das ist wie eine Gestalt einfach.

00:08:29: Weißt du?

00:08:29: Wie ein Siegfried Unselt oder so.

00:08:31: Also diese Verlegers gestalten einfach die, die so einen Laden irgendwo zusammenhalten und gewisse Aura auch irgendwie haben.

00:08:38: Der wird jetzt abgesägt.

00:08:39: Man weiß nicht genau warum, ob er da protestiert hat gegen die Übernahme von Sanzal oder generell aber ja wird abgesägt.

00:08:46: Und es war eigentlich auch von Anfang an klar Der rechtsextreme Milliardär und der Verleger nicht die Figuren sind, die sich gut verstehen hier in dem ganzen Ding.

00:08:56: Und dann gehen aus Protestjahr zweihundert dreißig Autoren-Autorinnen aus dem Verlag.

00:09:01: Und eine davon ist Virginine de Pondt und die hat jetzt der FATZ ein Interview gegeben.

00:09:06: Ich habe dir mal ein paar Stellen quasi daraus mitgebracht.

00:09:10: Die Frage ist am Tag nach dem Rauswurf von Olivier Neurat versammelten sich die Autoren des Verlags im Café Bourbourg beim Centre Pompidou?

00:09:18: Es kamen mehr als hundert.

00:09:19: Wir erklären Sie sich diese

00:09:20: Mobilisierung.".

00:09:22: Und sie sagt dann, wir waren selbst überrascht!

00:09:25: Wir rechneten mit zwei Dutzend Leuten nicht mehr.

00:09:28: Dann aber brach der Strom die Treppe hoch in den ersten Stock.

00:09:30: das Café ist nicht mehr ab und wir einigten uns sehr schnell darauf dass wir alle nicht mehr bei Kassier erscheinen wollten.

00:09:36: dieser Konsens war ein Wunder.

00:09:38: Das Haus war ja immer bekannt dafür gewesen, dass da sehr unterschiedliche Autoren zusammenkamen.

00:09:42: Die sich in den Gängen aus dem Weg gingen die einen an so nicht mochten.

00:09:46: und dann fragte er was macht brachte sie nun alle zusammen?

00:09:49: Zwei Dinge erstens hatte sich nun offenbart was alles schon lange befürchtet hatten das wenn Ser Bolloré bei Crassé am Ende mit derselben Zerstörungswut wie bei allen anderen Unternehmen vorgeht ihr übernommen hat.

00:10:00: Er pusht nicht nur die rechtsextremen Agenda, er demoliert auch die glücklichen Welten, die sich in diesen Häusern entwickelt haben.

00:10:06: Und in dem Interview erzählt eben de Pond auch noch mal wie sie Olivier Nerroir damals kennenlernte als sie ihre ersten Bücher... veröffentlicht hat und dass er eigentlich gar nicht, also auch vom Typ her überhaupt nicht auf ihre feministische Art der Literatur stand.

00:10:21: Und das für ihn nicht mal so richtig seine Vorstellung von Literaturen sprach.

00:10:25: aber da ist ja eben wirklich so mein Sison-Meister darin war einfach Harmonie zwischen allen herzustellen.

00:10:30: Wir haben uns ja damals als du es mitgebracht hast schon ein bisschen gewundert was dafür unterschiedliche Namen erscheinen und wie das eigentlich zusammen geht vom Renommee auch, wie man so was hinkriegt.

00:10:41: Und dann hängt es halt oft an Leuten, die diesen Laden zusammenhalten.

00:10:45: und relativ am Ende des Interviews, das wollte ich noch mitbringen, sagt der Interviewer in Frankreich bleiben die Rechte also wenn du beim Verlag bist eigentlich bis siebzig Jahre nach dem Tod bei einem Verlag und deport antwortet.

00:10:59: diese Dauer stammt aus einer Zeit als mein Verlagshäuser noch fast blind vertrauen konnte und ich glaube dass hat für mich auch nochmal so auf den Punkt gebracht.

00:11:07: In welcher Zeit wir heute eben leben und wie fragil das alles geworden ist, wenn du auch an die übernahme an die großen übernahmen von Fernsehsendern oder Kulturinstitutionen in den USA denkst wo auch irgendwelche Millionäre sich dann Zeitungen einfach mal einkaufen wie Jeff Bezos Die Washington Post und sie dann einfach komplett runterwirtschaften Und auf dem Prozess Einfluss nehmen.

00:11:28: Das ist wirklich erstaunlich.

00:11:29: und diese beiden Beispiele zeigen gerade auch nochmal finde ich so ein Doppelagenda der Rechten nämlich nicht nur die eigenen Themen großzumachen, sondern auch hinter den Kulissen alles zu zersetzen.

00:11:45: Dieses Demolieren fand ich da einen ganz passenden Begriff, den du gerade genannt hast, dass einfach nicht nur was anderes stark gemacht wird, sondern das, was noch besteht kleingemacht und zerstört wird – und das ist ja eigentlich auch der Inbegriff von Demokratiefeindlichkeit!

00:12:00: Ja, total.

00:12:02: Und unsere gruselige Zeit geht weiter nämlich ich muss noch einmal... es ist auch ein bisschen lustig.

00:12:10: Danach reden wir wieder über Bücher!

00:12:12: Wenn du Thomas Mann eingibst ins Internet möchtest du das mal tun?

00:12:15: Kannst du das gerade

00:12:16: tun?

00:12:17: Gibt man Thomas Mann ins Internet ein?

00:12:19: Wir machen jetzt hier den Liveversuch sozusagen.

00:12:21: Live vor allem.

00:12:23: Live für uns live.

00:12:26: Ich kommentiere, Lin.

00:12:27: Enter!

00:12:28: Oh das ging schnell ich kann nichts kommentieren.

00:12:31: So welches Bild wird dir der als?

00:12:32: da würde ihr doch ein Bild angezeigt?

00:12:34: Ja

00:12:34: wie sieht dieses Bild aus?

00:12:35: Wie so eine Malerei.

00:12:36: also da haben wir einen sepia gefärbten Thomas Mann.

00:12:42: Seitenscheitel schnauzer Augenbraue ist am Start und Sieht gut aus.

00:12:50: Ja aber es ist ein KI-Thomas Mann.

00:12:52: Das dachte

00:12:52: ich mir fast.

00:12:53: Und das Problem daran ist Das ist jetzt das Autorenfoto, was wir als erstes von Thomas Mann sehen.

00:13:00: Das führt uns auf eine Seite wenn wir diesen Link folgen.

00:13:03: Führt uns zu Love Books Review Eine komplett KI generierte Website mit Artikeln zu leben und Werk Thomas Manns.

00:13:11: Das heißt sozusagen dass Internet verweist uns gleich weiter ins Internet Und weg von Menschen die sich da halt irgendwie Gedanken gemacht haben oder darüber schreiben.

00:13:21: und in einem Kommentar für die FATS weiß Nikolaj Ott daraufhin, dass letztlich der Esfischer-Verlag diesen Weg schon ein bisschen vorweggenommen hat.

00:13:31: Denn was ich nicht wusste die Manderstellung auf dem Kabin der Jubiläumsausgaben kannst du dich an die noch erinnern?

00:13:36: Das war jetzt Mannja.

00:13:38: und dann gab es ja lauter so Ausgaben.

00:13:39: diese sind alle relativ ähnlich aus so weiße Bücher und immer in der Mitte so'n Bild.

00:13:44: Da war man auch immer komplett KI generiert.

00:13:47: Wir haben einfach einen Cover nach dem anderen KI-generierten Thomas Manda reingesetzt sozusagen in unterschiedlichen Lebensaltern, wo ich mir auch so dachte... Was sind die

00:13:55: Broms dahinter?

00:13:57: Ja was soll das so.

00:13:58: Also ich glaube es war halt so die Idee keine Ahnung dass man ihn halt sozusagen in das Coverbild gut einfügt und perfekt einfübt und alles ähnlich macht und dass natürlich mit KI besser funktioniert als wenn man Fotos hat, wo das vielleicht nicht so ersichtlich auf den ersten Blick

00:14:13: ist.

00:14:13: Allein Färbungen diese ganzen Sachen.

00:14:16: aber ganz kurze Frage!

00:14:17: So eine Website macht ja ne KI nicht selber.

00:14:19: Du musst dir ... Also, ein Mensch muss dir an den Auftritt gehen?

00:14:23: Genau, das

00:14:23: weiß man halt nicht so genau.

00:14:24: Das ist dann jetzt einfach da sozusagen.

00:14:26: Die heißt halt Love Books Review und da gibt's auch andere.

00:14:31: Und der Nikolaj Ott hat sich auch die Mühe gemacht, da mal reinzugucken.

00:14:36: Da stehen halt so Sätze durch, die sich die KI selbst verrät.

00:14:41: Weißt du was ich meine?

00:14:41: also relativ plumpe Sätze irgendwie dazu.

00:14:44: Ja.

00:14:45: Ähm, genau!

00:14:47: Aber ganz kurz, man kann auch E-Mails hinschreiben.

00:14:50: Es gibt ein Pinterest Account einen Instagram Account.

00:14:53: Love Books Review hat siebentausend zweihundertfünfundsechzig Follower auf Instagram.

00:14:58: Ich frage mich auch

00:14:58: mal, warum

00:15:00: Bücher?

00:15:00: Also es gibt oft bei Spotify gibt's auch Bands die Follauer haben und die sich die Dings holen.

00:15:10: Die sich die Songs runterladen und das hören und so.

00:15:13: was also zu sagen ist ja das Ding bei KI.

00:15:16: Es heißt nicht dass deswegen keine realen Menschen sich damit beschäftigen.

00:15:20: Genau ich frag mich nur nach der Motivation Auch trotzdem der Leute, die das machen.

00:15:24: Weil man denkt ja so mit Literatur verdient es keinen Heller.

00:15:28: Also warum das Thema?

00:15:29: Warum nicht irgendwie Sachen wo du Werbung schalten kannst!

00:15:32: Aber gut hier gibt's eine Menge Beispiele.

00:15:34: also so Posts auch auf Instagram mit einem Haufen Zitate... Okay also wie hast du

00:15:43: noch...?

00:15:43: Ich glaube unser Schluss ist.. Man muss halt auch da immer mehr aufpassen.

00:15:48: was kriege ich?

00:15:49: Wo habe ich meine Quellen?

00:15:51: Ich meine, das wird dir einfach als erstes auf Google angezeigt.

00:15:54: Du klickst drauf, kommst auf eine Seite wo der Thomas Mann zusammengefasst ist aber du kannst nicht genau wissen.

00:15:59: hat das jetzt eine Maschine aus dem Internet zusammengesourzt oder war das ein Mensch der irgendwie wirklich recherchiert hat?

00:16:05: Ja weißt du was ich mein so?

00:16:06: Naja natürlich!

00:16:07: Das hätte uns auch passieren können wenn wir hier für unsere Folgen recherchieren.

00:16:11: und

00:16:11: deswegen... Die Seite sieht.

00:16:12: die Seite sieht auch einfach professionell aus.

00:16:14: Das heißt lieber Lieber den echten Thomas Mann, lieber die alten Fotos statt dieses KI-Zeug und bisschen aufpassen bei KI.

00:16:23: Ja, ein bisschen aufpassen, ne?

00:16:26: Die helle Kammer!

00:16:29: Linne, weil die Themen alle so positiv sind wollen wir jetzt eine Folge machen über Trennungsbücher, also Büchern über Tренungen.

00:16:35: Also wir sind halt echt gut drauf.

00:16:37: Wobei?

00:16:38: ich finde ja immer so oft ist das Ganze so Trennung auch so ein melancholisches Thema und es ist nicht nur negativ zu sehen oder doch... Wir gucken mal Und fangen an mit Lina Shanius.

00:16:49: Sie ist in Wennersburg, in Schweden geboren, ist eigentlich Fotografin und bekannt für sehr intime Bilder oft so aus ihrem Freundes- und bekannten Kreis von ihren Liebhabern auch.

00:17:01: Also das ist einfach so ein... Diese Teamaufnahmen aus dem Nahbereich sozusagen ist einfach einen Faden der sich durch ihre Arbeit zieht.

00:17:11: Hierzulande könnte sie auch bekannt sein.

00:17:12: Ich weiß nicht, ob es dir bekannt ist.

00:17:14: Mir war sie bekannt im Zeitmagazin.

00:17:16: Da gab's so eine Zeit lang ... hatte sie auch so ne Art Tagebuch-Fototagebuch und dann war jede Woche sozusagen ein Foto von ihr drin.

00:17:24: Das hat halt so einen festen Platz, dass auch wenn du das jetzt nicht regelmäßig gelesen hast, du dann drüber gestolpert bist mal so.

00:17:30: Die arbeitet immer noch durchaus öfters mit der Zeit zusammen.

00:17:34: Und jetzt hat sie aber erstes Buch geschrieben und das passt perfekt zum Thema unserer heutigen Folge Trennungen.

00:17:40: Das Buch heißt auch passenderweise und sehr offensiv von Plakativ-Tagebuch eine Trennung.

00:17:47: Und ich finde es aber sozusagen... Nicht dafür interessant, dass es einem das so vor den Latz knallt.

00:17:54: Sondern dafür, dass das Buch dann doch komplexer aufgebaut ist als es vielleicht auf den ersten Blick scheint und deswegen lohnt sich's mit der Form einzusteigen.

00:18:01: Das Grundgerüst ist nämlich so wir haben hier zwar die Tagebücher-Bucheinträge aus diesem Tagebuch einer Trennung

00:18:06: d.h.,

00:18:07: das ist das Tagebuch was sie wirklich nach der Trennung geführt hat in der Trentungsphase geführt hatte.

00:18:13: Und dazu haben wir aber so kurze essayistische Betrachtungen wo Sie im Rückblick noch mal da drauf guckt und über bestimmte Themen schreibt.

00:18:21: Sie ordnet nicht alles, was sie jetzt im Tagebuch schreibt ein, aber sie guckt so'n bisschen... Was war ich eigentlich zu der Zeit für eine Frau?

00:18:27: Was hab ich da...?

00:18:28: Was für Gedanken habe ich mir gemacht?

00:18:30: Und was ist vielleicht mein Stand jetzt?

00:18:32: oder welche Sachen habe ich eigentlich im Tagebuch überhaupt nicht erwähnt?

00:18:34: Warum habe ich da eigentlich nichts drüber geschrieben?

00:18:37: Oder wie klingt das eigentlich mein letzter Monat sozusagen den ich hier beschrieben habe?

00:18:41: Also die Tagebucheinträge fahren sechs Monate fangen die ein!

00:18:45: Und dazu haben wir dann noch Fotos von ihr so.

00:18:48: Das heißt, das ist auch ein Buch was einfach sehr schön gestaltet und viel Lust macht.

00:18:52: wie muss ich mein kleines Shout-Out geben sozusagen?

00:18:56: Der Aki Verlag finde ich macht sowieso unfassbar schöne Bücher ne?

00:18:59: Es fässt sich auch so wunderbar genau!

00:18:59: Da hat er auch Kate Zambino und so.

00:19:00: was also die...das sind so schöne Büchern die oft alle in diesem autofektionalen Bereich bewegen.

00:19:07: Ja bei Kate Zumbino, bei dem Buch was ich gelesen habe waren auch Fotos drin.

00:19:11: Das ist alles wunderschön und das sind so Bücher Die schleppst du mit dir rum?

00:19:16: Ich bin gespannt, was du jetzt über dieses Buch sagen wirst.

00:19:19: Aber ich weiß noch, dass sich Symbino einfach so mit mir rumgetragen hat.

00:19:22: Einfach weil ich es nah bei mir habe

00:19:24: wollte.

00:19:24: Das war wirklich kurios!

00:19:25: Ja ja man will die auch gerne in den Bücherschrank stellen.

00:19:29: Lass uns doch mal reinhören.

00:19:32: Ich muss dazusagen... ...ich bin heute ein bisschen angeschlagen.

00:19:34: deswegen bin ich sehr dankbar das Du die Vorlesestelle übernimmst und nicht immer so mit Kurzatmigkeit zum Satz enderhetzen musst.

00:19:41: Ich versuch meinem Bestes.

00:19:43: Achter Januar Stockholm Das Ende.

00:19:47: Seit gestern ist es vorbei, Trauer, Freiheit, Mauern – so viele Mauern!

00:19:55: So viele Warnzeichen, so viele gemischte Signale, so viel Unbehagen, soviel Liebe.

00:20:01: Sein Brief ist schön geschrieben.

00:20:03: Er kann nicht gut mit Druck umgehen —soviel Widerstand-, sovie hin und her.

00:20:09: Beim zweiten Versuch gab es soviele mehr davon, sagt er, weil es diesmal soviellehrns da

00:20:14: war."

00:20:15: weil er sehen konnte, dass ich viel geerdeter war.

00:20:20: Genau das ist der Beginn.

00:20:21: Der Freund von Dinaschenius oder Partner zu der Zeit schreibt ihr einen Brief und sagt wir müssen Schluss machen so was?

00:20:30: dann folgt es eine lange Phase ein Trennungsprozess in dem es nicht nur darum geht dass sie irgendwie ihre Gefühle bezüglich dieses Mannes aufschreibt, sondern in dem die beiden auch immer wieder Kontakt haben.

00:20:42: Sich dann wieder trennen.

00:20:43: Man kennt das so Kontaktappröche-Wiedervereinigungen und neue Zärtlichkeiten zwischen den Beiden.

00:20:47: jetzt wo es fast vorbei ist.

00:20:49: So ah ich habe so viel an dir nicht richtig geschätzt und jetzt sage ich dir plötzlich Sachen wie ich dir davor nicht gesagt hab.

00:20:55: Es kommt noch mal zu Sex der Sex wird dann bereut Und dann gibt's immer wieder die Entscheidung.

00:21:00: Jetzt aber wirklich diesmal ist es durch Diesmal ist vorbei und dass es so in diesem Schwebezustand Ja, so enge Beziehungen sich ja öfters mal befinden.

00:21:10: Befindet sich auch Lina Shanius und darüber schreibt sie.

00:21:13: Und dabei ist sie ganz nah an ihrer Perspektive was ja irgendwie zum Tagebuch total passt.

00:21:18: das heißt aber trotzdem will ich es erwähnen dass ihr Ex-Freund sehr unkonkret bleibt.

00:21:22: wir wissen halt fast gar nichts über den.

00:21:25: Ein wenig über seine Familie.

00:21:26: alles was wir über ihn erfahren ist das was sie mit ihm erlebt hat also wirklich dieser Beziehungsteil und auch wie er sich irgendein Überverhalten hat.

00:21:36: Und da muss man sagen, das zeichnet ein sehr negatives Bild von ihm.

00:21:41: Man könnte das durchaus in dem Bereich toxische Beziehung abspeichern, wobei ich finde dieser Begriff ist einfach so krass strapaziert, dass man sich inzwischen schon fast alles darunter und dann wiederum nichts darunter vorstellen kann... Das hast

00:21:53: du sehr schön zusammengefasst, so ist es!

00:21:55: Geht's ja auch so manchmal, dass du denkst okay alle Beziehungen die irgendwie, wo irgendwie schwieriges Verhalten ist ne?

00:22:01: Das ist wie mit Trigger Ja,

00:22:04: genau.

00:22:05: Das sind Begriffe,

00:22:06: die so

00:22:07: wichtig sind, aber diese Ausgehöhle

00:22:08: durch diese inflationären Gebrauchern und auch die unscharfe Trennung... Okay!

00:22:12: Deswegen gehen wir zu dem Typ selber und was er tut?

00:22:15: Dann kann sich jeder sein eigenes Bild bilden.

00:22:20: Also er sagt ständig zu ihr, dass sie eigentlich nicht sein Typ ist, dass er eigentlich nicht auf Sie steht, dass es ja schön ist, aber er kann's leider nicht so wertschätzen weil er steht halt auf ganz andere Frauen.

00:22:29: Auch sympathisch.

00:22:29: Er ist eifersüchtig auf Ihre Erfolge hat immer ein Riesenproblem damit, will auch mit ihren ganzen Freundeskreis mit ihrer Familie nix zu tun haben.

00:22:37: Gibt sich null Mühe bei denen gut anzukommen.

00:22:40: aber sobald sie irgendwie eine Eröffnung hat von der Ausstellung oder so will er immer das er mitkommt und sie ihm dann allen alle vorstellt.

00:22:48: Und er geht mehrfach fremd in der Beziehung.

00:22:50: Okay,

00:22:50: aber das hat wirklich toxik...

00:22:54: Genau!

00:22:54: Deswegen sage ich auch nicht.

00:22:55: es ist nicht grundsätzlich falsch.

00:22:59: Gleichzeitig ist aber Sheenius ihm gegenüber schon hin und her gerissen.

00:23:02: Und sie beschreibt auch sozusagen ihre eigenen Anteile an der Beziehung, wobei ich schon sagen würde dieses Tagebuch ist durchaus eine Abrechnung.

00:23:10: also es ist jetzt nicht so weit.

00:23:12: Sie geht nicht soweit dass die da wirklich immer Ihre Anteilen sondern sie sagt an der Stelle war scheiße.

00:23:17: Aber dieser Typ was is eigentlich mit dem losso?

00:23:20: Und warum und auch Warum konnte ich das während der beziehung so wenig sehen?

00:23:23: so warum haben alle meine freunde hast du ja oft in solchen Beziehungen.

00:23:27: Warum haben das alle Freunde?

00:23:29: Warum hat das mein Umkreis... schon lange gesehen und warum war ich so blind dafür?

00:23:34: Und bin da immer mitgegangen.

00:23:35: Kommt sie dazu eine Antwort?

00:23:36: eigentlich, weil das ist ja so ne ganz zentrale Frage bei solchen Beziehungen die wirklich nicht gut sind dass man so die Augen davor verschließt?

00:23:42: Ich

00:23:43: glaube da kommen wir dann gleich zu diesem essayistischen Teil, zu diesen Rückplicken.

00:23:47: Wir hören aber kurz mal rein wie hin und hergerissen Sie es, dass es eben nicht so leicht ist einfach Schluss zu machen in Anfangszeichen.

00:23:54: Ja wir hören jetzt noch ein Stück und eigentlich könnte auch Tagebuch Der Trennungen heißen, weil so geht es dann viele Seiten später weiter.

00:24:01: Er hat mich verlassen – schon wieder!

00:24:04: Ich zittere wirklich so sehr als sehste ich in einem Flugzeug.

00:24:08: Wo ist er jetzt?

00:24:10: Ich vermisse ihn.

00:24:11: Er fehlt mir.

00:24:12: Mein Körper will nicht akzeptieren was hier gerade passiert.

00:24:15: Beine die rennen wollen Arme die klammern wollen.

00:24:19: Ich will ihn aber nicht auf dieselbe Weise zurück wie beim ersten Mal.

00:24:23: unsere Lebensplanung ist zu unterschiedlich.

00:24:26: Vielleicht treffen wir uns und haben Sex, falls wir mal zufällig in derselben Stadt sind.

00:24:31: Aber eröffnet sich mir gegenüber nicht mehr – es wurde ihm einfach alles zu viel!

00:24:36: Der Gedanke an ihn mit einer anderen Frau ist die reine Folter.

00:24:40: Ich bin noch nicht fertig mit ihm….

00:24:42: ich fühle mich noch zu ihm hingezogen … aber auch inspiriert, angetrieben, motiviert ... irgendwie eingeschneit, gefangen... vielleicht ist diese Trennung der Anfang von

00:24:54: etwas.".

00:24:55: dass meine Vorstellungskraft übersteigt.

00:24:59: Das ist letztlich so der Pool zwischen dem sich dieses Buch, dieses Tagebuch die ganze Zeit bewegt von Aufbruch.

00:25:05: ich will was Neues beginnen und gleichzeitig festhalten.

00:25:09: Ich habe Angst das zu loszulassen.

00:25:11: Ich will das nicht loslassen Und ich hab gesagt diese essayistischen Einschiebe machen.

00:25:16: was besonderes und das ist auch der Punkt wo du gerade gefragt hattest Die Sorgen dafür, dass man eben sieht egal wie intensiv sich das anfühlt.

00:25:26: Egal wie sehr man sozusagen da drin steckt.

00:25:29: Irgendwann gibt's ihn danach und man wird weitergehen so.

00:25:32: es gibt zum Beispiel einen Moment sagt sie dann macht sie so ein essayistischen Einschub und sagt ja okay ich traue hier gerade sehr viel über den aber da habe ich eigentlich schon quasi meine neue Liebe kennengelernt.

00:25:43: zu dem Zeitpunkt und das ist natürlich im Tagebuch nicht drin weil im Tagebuch schreibe ich halt über das was mich noch beschäftigt Aber eigentlich bin ich schon auf dem Weg auch woanders hin trotzdem.

00:25:53: Und ich fand diese Form ganz schön, weil sie so diese Binse... Das ist ja was man Menschen in Trennungsprozessen gerne auch sagt, das wird schon wieder.

00:26:02: Du wirst

00:26:02: das schon schaffen

00:26:04: und ein bisschen was Wahres ist da ja durchaus dran, gerade wenn es um eine Trennung geht und man dann rauskommt Und dieses Tagebuch macht es aber durch die Form.

00:26:13: und sowas mag ich immer bei Literatur, wenn die Form das erfahrbar macht.

00:26:17: Wenn sie's nachvollziehbar macht und nicht einfach sozusagen nur behauptet dass es halt als Satz da steht sondern einfach durch die formen dass du ja siehst sie ist jetzt ein anderer mensch der reflektiert nochmal darauf guckt und sagt okay so und so ist das einzuordnen.

00:26:30: und jetzt stehe ich schon wo ganz anders und dieser typ ist schon weg.

00:26:34: Das war ein schöner Einstieg für mich und eine unbedingt Empfehlung des buches und jetzt bin ich gespannt weil du kommst mit einer Autorin, die ich zuletzt gelesen habe.

00:26:44: Wie ist sie?

00:26:46: Die Probe!

00:26:47: Genau das war jetzt beim Booker Prize.

00:26:49: Richtig also wir haben es ja mit einer sehr etablierten Autorinn zu tun über die wir schon gesprochen haben und ihr Name ist Katie Keter-Mura.

00:26:57: Sie ist neunzehntneunzig in Kalifornien geboren arbeitet heute in New York als Schriftstellerin Journalistin auch Literaturkritikerin schreibt für zahlreiche Zeitungen New York Times Wired the Guardian you name it.

00:27:08: Und über ihr aktuelles Buch, die Probe du hast es gerade erwähnt haben wir bereits gesprochen in unserer Folge vom sechsohnzwanzigsten September letzten Jahres.

00:27:17: Wir sprechen jetzt über ein früheres Buch und das trägt ebenfalls den sehr bezeichnenden Titel Trennung passt also auch nicht nur inhaltlich diese Folge sondern auch schon von der ganzen Aufmachung.

00:27:32: aber manche Sachen muss man einfach direkt auf dem Punkt bringen oder?

00:27:36: Das ist auch etwas, was uns direkt hineinführt in das Buch.

00:27:41: Er führt uns nämlich an den südlichsten Punkt des griechischen Festlandes und einen der südlichen Punkte Europas überhaupt – in Dimani!

00:27:49: Das ist der mittlere Finger des Peloponnes in Griechenland eine raue, sonnenverwöhnte Region bekannt für steinige Küstenlandschaften und Kargeschönheit.

00:27:59: Und die Urlaubssaison, die ist gerade vorüber.

00:28:01: Das heißt, die Hotels sind wie ausgestorben Und in Geroly Menas einem kleinen Dorf am Meer sitzt dann unsere Hauptfigur, eine Übersetzerin ohne Namen und erzählt uns die Geschichte ihrer Ehe oder bzw.

00:28:16: ihrer Nicht-Ehe.

00:28:19: Sie schreibt über sich selbst wie sie da sitzt – Eine Touristin Schon fast per Definitionem ein menschvoller Vorurteil, dessen Interessen begrenzt waren der die wettergegärbten Gesichter und die urtümliche Art der Einheimischen bewunderte.

00:28:37: eine durch- und durchherablassende Perspektive, die aber schwer zu vermeiden war.

00:28:41: Ich an ihrer Stelle wäre auch von mir irritiert gewesen.

00:28:45: Allein durch meine Gegenwart reduzierte ich ihre Heimat auf eine Kulisse für meine Freizeit – sie wurde pittoresk

00:28:51: malerisch.".

00:28:52: bezaubernd Worte, wie sie auf einer Postkarte oder an einem Prospekt standen.

00:28:59: Und so sieht sie sich von außen.

00:29:03: und so von Außen betrachtet sie dann auch in diesem Text ihre Ehe der für mich fast schon novellenartig beginnt.

00:29:12: Denn am Anfang des Textes ist sie noch nicht dort sondern erhält ein Anruf von der Schwiegermutter.

00:29:18: Und die Schwiegermutter weiß noch gar nichts davon, dass die Ehe ihres Sohnes und ihrer Schwiegertochter bereits in Scherben liegt.

00:29:26: Also sie befinden sich schon sechs Monate in Trennung.

00:29:29: Das erfahren wir alles gleich am Anfang.

00:29:31: aber der Mann hat... Eine

00:29:31: Schwiebermutter, keine hat es ihr gesagt?

00:29:33: Genau!

00:29:33: Niemand hat's ihr gesagt.

00:29:35: überhaupt weiß noch niemand Bescheid denn der Mann had gebeten das Ganze noch geheim zu halten Und dem Wunsch ist sie auch nachgekommen.

00:29:41: Sie hat das Versprechen sehr ernst genommen und sie nimmt es so ernst, dass die der Schwiegermutter jetzt nicht sagt, dass sie längst getrennt sind.

00:29:49: Obwohl die Situation angemessen wäre, denn die Schwiegamutter eröffnet ihr, dass ihr Sohn verschwunden ist und sie ihn nicht mehr erreichen kann.

00:29:57: Unsere noch Ehefrau und Übersetzerin weiß davon nichts, sie hat ja mit ihrem Ex gar nix zu tun Und soll jetzt aber sofort ihm nachreisen, nach Griechenland.

00:30:08: Das weiß die Schwiegermutter noch, dass er dort zuletzt in einem Hotel war und das macht die Erzählerin dann auch und deswegen sind wir dann dort.

00:30:18: also ihr Mann über den erfahren wir natürlich auch direkt einiges mit Namen.

00:30:22: Christopher ist erfolgreicher Sachbuchautor und hat eben bekannt gegeben, dass der dort weiter recherchieren möchte an seinem Buch Und unsere Erzählerin reist ihm jetzt nach, nicht nur mit dem Anliegen ihn zu finden.

00:30:37: Sondern sie nimmt sich jetzt auch vor offiziell um die Scheidung zu bitten damit das ganze mal ein Ende hat.

00:30:41: und da sind wir wieder bei Chanius.

00:30:43: Das Problem bei diesen Trennungen ist ja, dass es kein Schnitt, das ist kein Cut in den meisten Fällen, das is eine Landschaft Ein Raum durch den man sich bewegt und denen man wie eine Reise irgendwie durchschreiten und überstehen muss.

00:30:56: und in diesem Modus befindet sie sich noch.

00:31:00: aber man kann schon sagen dass unsere Erzählerinnen hier das ganze ganz gut bei Seite drücken konnte durch diesen Schwebezustand.

00:31:09: Jetzt wird sie wieder voll konfrontiert!

00:31:14: Ja, sowohl ihre Figuren als auch deren Beziehungen untereinander sitziert.

00:31:18: Kitamura mit einer Präzision die ich fast schon klinisch finde.

00:31:21: hier wird ganz sauber alles in minimalistische Sätze zerlegt.

00:31:24: du kennst das bestimmt noch von Die Probe.

00:31:26: Ja da ist es auch krass wie schnell alle aufeinander folgen.

00:31:29: diese Bücher.

00:31:29: Ich weiß nicht wie die Trennung ist aber also die Probe ist ein sehr dünnes

00:31:34: Buch.

00:31:34: Du sagst, das hätte ich jetzt nämlich auch noch erwähnt.

00:31:37: Wir erfahren bereits auf den ersten drei Seiten dieses Buches diese komplette Familie und das muss man sich mal vorstellen.

00:31:43: da geht es nicht drum dass mir jetzt irgendwelche Fakten präsentiert werden sondern und ich weiß nicht wie sie das macht aber sie schafft es auf drei seiten ein ganzes familiengefüge zu charakterisieren als wäre ist nichts und so erfahren wir eben auch über kurze Strecke alles was wir wissen müssen.

00:32:01: Am wichtigsten ist natürlich auch die Figur, die hier gar nicht anwesend ist im Buch.

00:32:05: Das ist also der Ex, der in Griechenland über trauer Rituale auf der ganzen Welt schreibt und ich habe dir dazu auch noch eine Stelle aus dem Buch mitgebracht, die ich hier kurz raussuchen will.

00:32:19: Du kannst ja bei mir mal was trinken damit das hier mit dem Husten noch für ein Weile gut geht.

00:32:27: Die Stimme

00:32:28: ist frisch geölt, Lin.

00:32:29: Wie sieht's bei deiner aus?

00:32:30: Die ist immer geölt!

00:32:31: Also wir lernen jetzt einiges über unseren Sachbuchautor den Verschwundenen und es geht hier um sein zweites Buch.

00:32:39: Es war ein seltsames Projekt für einen Menschen der bis dahin nichts Wichtiges verloren hatte dessen Leben in allen wesentlichen Bereichen intakt war.

00:32:47: Wenn er Grund zur Trauer hatte dann nur abstrakt Aber er fühlte sich von Menschen angezogen die gerade einen Verlust erlitten hatten.

00:32:55: Das vermittelte fälschlich den Eindruck, er sei ein mitfühlender Mensch.

00:32:59: Tatsächlich hielt seine Anteilnahme nur so lange an wie seine Neugier – sobald diese gestillt war, zog es sich unvermittelt zurück, stand nicht mehr zur Verfügung oder zumindest in geringerem Maße als ist die Leute angesichts der Vertrautheit, die er ihnen zunächst so unvermittelt und massiv aufgezwungen hatte, zu Recht von ihm erwarteten.

00:33:19: Das war seiner Art, sein Wesen!

00:33:22: Ja, das finde ich sehr, sehr spannend.

00:33:25: Weil es auch ein gutes Beispiel ist für diese Figurenzeichnung die wirklich sehr auf den Punkt gebracht ist

00:33:30: und auch für dieses leicht subtile wie sie dieses Wort zu Recht da reinbringt und dadurch auch klare Haltung hat gegenüber dass es keine Ordnung verhält.

00:33:39: also das Verhalten ist nicht in Ordnung aber sonst ist es einfach nur eine Beschreibung.

00:33:43: Aber dann kommt dieses Wort da rein.

00:33:44: ja mit diesen kleinen Wörtern zeigt Sie auch gleich dass sich das natürlich vielleicht auch spiegelbildlich auf die eigene Ehe lesen lässt.

00:33:50: dieses Verhalten.

00:33:52: Und jetzt befinden wir uns also in diesem Buch gewissermaßen in mehrererlei Hinsicht außerhalb der Urlaub-Saison.

00:34:02: Es ist alles wirklich auch vom Personal her ganz reduziert, nur ganz wenig Menschen kommen in diesen Buch vornehandvoll und die Trennung vollzieht sich... Hier eben auch sozusagen nicht als harter Schnitt, sondern die befinden sich auch als Figuren ein bisschen außerhalb der Saison.

00:34:18: Die nächste Beziehung ist noch nicht richtig offiziell – die Trennung aber auch noch nicht!

00:34:23: Und dieses ganze Buch bildet damit einen Landschaftimt dazwischen, einen Nichtort und die Erzählerin merkt langsam dass sie hier irgendwie durchkommen muss um an eine irgendwie geartetes Ende zu gelangen.

00:34:37: Ganz erstaunlich finde, dass diese emotionale Tiefe und Präzision mit einer Leichtfüßigkeit in der Sprache einhergeht.

00:34:43: Die mich immer wieder verblüfft hat und wenn ich es jetzt auf so einen völlig unzureichendes Bild bringen müsste würde ich sagen stille Wasser sind tief.

00:34:49: du weißt was ich meine?

00:34:50: Es ist ein schmales Buch.

00:34:51: man steigt direkt ein aber ahnt gar nicht was sich dann noch alles aufbaut.

00:34:56: Ich hatte tatsächlich auch mitunter so'n angenehmes Krimi-Gefühl also auf eine Art Allein schon durch diese mysteriöse Abwesenheit des Ex-Mannes, dessen Zimmer im Hotel ein einziges Chaos ist.

00:35:09: Die Umgebung des Hotels wartet mit so Sachen auf wie steilen Klippen und verbrannten Stellen.

00:35:14: Das erzeugt alles eine subtile Spannung.

00:35:16: jetzt im Vergleich wenn ich das so nebeneinander stelle wirkt es gar nicht subtil aber im Buch selber lässt das nur so unausgesprochene Ahnungen aufkommen Was ich sehr eindrücklich fand, gleichermaßen wie wir hier die Figuren kennenlernen und auch die Landschaften, die Lebenslandschaften in denen sie sich aufhalten.

00:35:35: Genauso lernen wir auch das Wesen der Trennung kennen.

00:35:38: also sie schafft es irgendwie etwas extrem subjektiven so eine Allgemeingültigkeit zu geben und Ich will dir dazu auch noch ne Stelle vorlesen.

00:35:50: Vielleicht zum Verständnis.

00:35:52: Sie redet hier von einem Vier, das liegt daran dass es auf dieser Halbinsel lernt sie einen Taxifahrer kennen der Libyscom hat und dieses Vier bezieht diesen Mann mit ein.

00:36:07: Wir hatten keinen Anspruch auf diese Menschen oder wenn dann nur teilweise unvollständig.

00:36:13: Stefano hatte keinen formalen Anspruch, konnte aber seine Zuneigung in die Waagschale werfen.

00:36:17: Ich hatte den rechtlichen Anspruch – also die Ehe -, aber ohne das Gewicht der Liebe.

00:36:23: Zusammen hätten wir womöglich das Recht gehabt empört oder eifersüchtig zu sein.

00:36:28: Aber so wie die Dinge standen, hätten nur jeder einen privaten Quell von Gefühlen.

00:36:33: In meinem Fall waren diese Gefühle immer weniger klar definiert, denn mein Leben mit Christopher begann in die Vergangenheit zurück und alles was ich über ihn erfuhre Ein belangloses Detail aus seinem neuen Leben, eine Erkenntnis über sein früheres Leben konnte mir nur unbehagen verursachen.

00:36:49: Einen mehr oder weniger schmerzhaften Stich versetzen?

00:36:52: Oder auch nur Gleichgültigkeit

00:36:54: hervorrufen?".

00:36:55: Es war der Prozess des Entflechtens zweier Leben, dachte ich.

00:36:59: Irgendwann würden Furcht und Missbehagen verschwinden und durch beständige Gleichgöltigkeit ersetzt

00:37:05: werden.".

00:37:05: Ich würde Ihnen zufällig auf der Straße sehen und nichts anderes empfinden, als wenn man ein altes Foto von sich selbst betrachtet.

00:37:12: Man erkennt das Bild kann sich aber nicht mehr so recht daran erinnern wie es war diese Person zu sein.

00:37:20: Ja und in diesem kurzen Abschnitt steckt für mich ganz viel auch von dieser Präzision gegenüber den Personen im Bezug auf diesen Zwischenzustand der Trennung Und das fand ich sehr, sehr berührend.

00:37:40: Es gibt noch andere Aspekte über die man sprechen könnte, die jetzt ein bisschen Rahmen sprengen aber auch dass sie eine Übersetzerin ist also im Prinzip versucht wieder in diesen Ehe man einzutauchen, ihn wieder zu verstehen, ihm wieder nahezukommen um ihm zu finden.

00:37:56: Das aber gleichzeitig nicht gelingt.

00:37:59: das Auslagern auch der Trennungsarbeit formal auf einer Halbinsel also auch das spielt eine wichtige Rolle und das könnte man noch vertiefend anschauen.

00:38:08: ganz besonders interessant ist auch die Rolle der Klagefrauen in diesem Buch denn die Klage Frauen die es da noch gibt in diesem Ort und die eine aussterbende Berufsgruppe sind, die also gebucht werden für Beerdigungen.

00:38:21: Und dann das Leidverkörpern und Ausdrücken damit die Menschen sozusagen mit dieser Performance nicht noch selbst belastet werden.

00:38:31: Auch das wird noch eine wichtige Rolle spielen, die ich nicht vorwegnehmen will.

00:38:35: Überhaupt gerade wegen der Spannung ist das hier ein Buch wo jetzt mal gar nichts weiter sagen werde.

00:38:40: zu dem Ende Ich kann nur sagen, für mich war alles weitere angenehm überraschend ohne aufdringlich geplottet zu sein.

00:38:49: Und insofern kann ich nur empfehlen, sich dieses schmale Benchen mal zur Hand zu nehmen.

00:38:54: Also Schmal!

00:38:54: Ich tue den Buch glaube auch unrecht.

00:38:56: es sind glaube ich trotzdem über zweieinhalb Seiten.

00:38:58: Lass mich nochmal kurz nachschauen.

00:39:01: Es sind zweihundertfünfzig Seiten.

00:39:02: so schmal ist dann vielleicht doch nicht aber das lohnt sich und es liest sich auch wirklich schnell durch.

00:39:08: Ja und ich glaube wir...ich würde trotzdem bei dem Schmal noch einmal ganz kurz bleiben weil ich glaub wir haben trotzdem drei Bücher die sich alle sehr schnell lesen lassen, um was es geht dieses Trennungsgefühl, diesen Schwebezustand den du beschrieben hast.

00:39:21: Die unverarbeiteten Gefühle, dass die Auseinandersetzung mit dem Partner relativ auf den Punkt bringen und Bilder dafür finden und deswegen halt nicht alles in zwanzig Extras

00:39:33: sehen."

00:39:33: beschreiben müssen, sondern einfach das auf diese Punkte und Sätze bringen können.

00:39:38: Und das kann auch auf den Punkt bringen, kann auch Jenny Offel und zwar wie sie hat ihr Buchamt für Mutmaßung in zwei Tausend Siebzehnen veröffentlicht wobei ich glaube es ist sogar schon Zwei Tausende vierzehn erschienen und ist dann in Deutschland einfach zwei Taussend Sieben rausgekommen.

00:39:52: die Autorin des neunzehn Sechzig geboren ist eine amerikanische Schriftstellerin und unterrichtet neben ihrem Autorinnen da sein kreatives schreiben in den USA Und das Buch war ein großer Erfolg.

00:40:04: Ich habe davon gar nichts mitbekommen und hab das sozusagen jetzt dann nachhinein entdeckt, manchmal passiert's einem ja, dass er irgendwo im Buch auftaucht und man denkt gut ich lese es mal klingt doch gut.

00:40:16: Und formal ist es so, dass das aus sehr vielen kleinen Absätzen besteht und es beschreibt eine Ehe schon sehr autofiktional aber sind schon auch irgendwie Figuren also so ein bisschen... ich müsste so an der Not denken irgendwie wo du schon weißt Wahrscheinlich schon ihr so.

00:40:31: Oder es ist sicher ihrs, aber gleichzeitig ist es trotzdem auch sehr gearbeitet.

00:40:36: und hier haben wir's sozusagen der Trennungsprozess ist noch nicht vollzogen.

00:40:40: Der Trennung Prozess könnte passieren diese Ehe gerät in die Krise Und Wir Wissen Noch Nicht Genaue Ob's mit der Trenchung Endet.

00:40:46: das Ist Jetzt Vom Angang Hier Ein bisschen anders Als Bei Den anderen zwei Büchern In Sofern Vielleicht Auch Ganz Interessant und sie hat halt Warte.

00:40:56: jetzt Kommt Das Bild des Zopfes Genau weil manchmal die Gefahr bei diesen kleinen Vignetten ist, dass das so ein bisschen beliebig irgendwann wirkt.

00:41:06: Dass du so denkst, ja jetzt hast du noch eine Plume gesehen und die hat dich an irgendwas erinnert.

00:41:10: Dann schreibst du darüber halt auch noch was.

00:41:11: Und dann schreib's nur noch etwas über dein Kind und dann kommt noch was über deinen Mann aber dann kommt auch wieder was... ...über deine Schwiegermutter und irgendwie wirkt das dann am Ende wie so ein Puzzle aber irgendwie so ganz zusammen ist klingt halt alles schön und du kannst diese Sachen schön schreiben Aber es geht nicht so zusammen.

00:41:25: Bei ihr hatte ich so ein bisschen eher das Gefühl wie bei einem Zopf der geflochten wird wo wirklich immer so Du einfach verschiedene Strähnen hast und immer dann kommt die nächste und dann kommen die nächstes kommt das Thema kommt wieder hoch geht wieder runter, kommt wieder hoch und es ist einfach du hast die ganze Zeit das Gefühl ich werde hier wirklich gut durch den Text geführt.

00:41:44: Und diese Strenge entwickeln eine sehr zufriedenstellende befriedigende Tiefe Dadurch.

00:41:54: Sonst bleibt das eben in diesen kleinen Vignetten, das macht sie nicht... Ja sag mal gerne!

00:41:58: Ich muss nur so lächeln gerade weil ich dieses Buch mir direkt mal geschnappt hab von dir und ich find' dass ist der süßeste Blöb da drauf den ich hier gelesen habe.

00:42:05: Findest

00:42:06: du?

00:42:06: Ich finde ihn ja ein bisschen... Also ich hab mich über dem Blöbb schon lustig gemacht, lese ihn gerne vor.

00:42:11: Also er reizt auch dazu zum Lustig machen, weil er wirkt auch wenn man ihn negativ riecht n bisschen herablassend.

00:42:17: aber ich lese ihm mal vor Jenny Offels Roman hat mir wahnsinnig gut gefallen.

00:42:22: Richtig klasse!

00:42:24: Genau, das ist... Das ist das Lob.

00:42:28: aber ich... Und

00:42:28: Dora Sturri um das nochmal der Vollständigkeit halber zu sagen Aber weißt du sonst gibt man sich doch so Mühe bei den Blurbs mindestens genauso schlau zu sein wie das Buch selber.

00:42:36: und hier ist es so wie ein Fleischbienchen.

00:42:39: Ja, genau.

00:42:40: Also mich stört so dieses leicht herablassende.

00:42:42: Sonst hat das auch ein bisschen den Vibe von du gehst ins interrarische Quartett immer so diese eine Person die so ein bisschen mehr ist.

00:42:49: So ich habe das einfach gerne gelesen und nicht so dieses ganze Sophistikate Zeug zu bringen Genau.

00:42:54: aber lass uns noch quasi bei dem Buch nochmal kurz reingehen in den Inhalt.

00:42:59: Sie spielt viel mit Perspektiven Und umso chaotischer ihr Leben wird das fand Ich auch sehr interessant umso destinzierter wird die Perspektive.

00:43:07: Das heißt erst haben wir ich und Du Also, dass ich und der Ehemann das du.

00:43:11: Und dann wird's die Ehefrauen, der Eheman... ...und kriegt so einen distanzierten Ton was extrem gut funktioniert hat und was auch nicht so leicht ist auf so engen Raum einfach die Perspektive zu wechseln.

00:43:22: Das kann ja auch total irritieren ne?

00:43:25: Wie gesagt es geht hier um eine Ehrkrise mit offenen Auf-Ausgang.. ..und was mich aber für dieses Buch eingenommen hat ist eben ihr Talent für verdichtete Beschreibungen.

00:43:33: sie braucht echt nur wenig Sätze um Dinge Komplett auf den Punkt zu bringen.

00:43:36: Also das war so ein Buch, wo du wirklich nach dem Absatz denkst.

00:43:40: wie hast du das gemacht?

00:43:42: Wie kannst du es da alles reinpacken?

00:43:44: sozusagen und hören wir doch mal, wie sie ihren Ehemann und die gemeinsame Beziehung beschreibt.

00:43:51: Linne ich guck mal wie viel ich da lesen muss.

00:43:54: Du nee, das musst du vorlesen.

00:43:55: Kein Problem.

00:43:56: Lies mal den ersten Absatz bitte!

00:43:57: Wir sind in Kapitel neun.

00:43:58: Es gibt hier Kapitel in diesem dünnen schmalen Buch.

00:44:05: Mein Mann ist unvorstellbar gut.

00:44:06: herzlich Dauern schickt er Geld an Leute mit sonderbaren Leiden oder räumt den Gehweg für die verrückte Nachbarin, oder grüßt das dicke Mädchen im Rita-Aid-Laden.

00:44:17: Ich glaube es heißt Ride Aid – aber das ist jetzt….

00:44:20: Das bleibt alles drin!

00:44:22: Er kommt aus Ohio.

00:44:23: Das bedeutet dass er nie vergisst dem Busfahrer zu danken und sich an der Gepäckausgabe nie vordringelt.

00:44:30: Er führt auch keine Liste von Leuten, die ihn verärgert haben.

00:44:34: Niemand meint es böse.

00:44:35: Das ist seine

00:44:36: Überzeugung.".

00:44:37: Wie kommt es dann, dass er mit mir verheiratet ist?

00:44:41: Ich kann jederzeit bereitwillig Hassgefühle entwickeln.

00:44:44: Beispielsweise hasse ich Leute die mit ausgebreiteten Beinen sitzen – Leute, die behaupten, hundertzehn Prozent Leistung zu erbringen!

00:44:51: – Leute ,die ihre finanziellen Verhältnisse als ausreichend bezeichnen, womit sie sagen wollen, das sie stinkreich

00:44:58: sind.".

00:44:59: Sie urteilen vor schnell", sagt meine Psychologin und den ganzen Weg nach Hause weine ich deshalb….

00:45:06: Okay, das ist wirklich auch sehr lustig.

00:45:08: Das ist so ein Ton der Humor.

00:45:10: Ist da immer so drin?

00:45:11: Auch so eine gewisse Nachsicht oder was ich irgendwie bei Autoren im Generell total mag und ist so dieses.

00:45:18: und bei Autorn also ich habe das jetzt mit reingedacht, ist dieser Blick auf die Welt, der einen sage ich mal eine Offenheit hat für die menschliche Schwäche und Mitgefühl mit der menschlichen Schwäche dass es zum Beispiel bei aller Karikatur die es auch manchmal bei Dickens zum Beispiel gibt oder so.

00:45:34: Aber das ist was, was mich enorm für ihn z.B.

00:45:36: auch einnimmt.

00:45:37: zu diese Figuren wo du so das Gefühl hattet er hat irgendwie mit den meisten Figuren einfach sehr viel Mitgefühl und das hast du bei ihr halt auch extrem.

00:45:44: Das heißt sie macht sich's auch nicht so leicht und sagt dann einfach okay mein Mann is voll der Idiot weil Und da würde ich sozusagen einen Punkt verraten also jetzt Spoiler wer da Angst hat.

00:45:55: aber es Ist nicht so wichtig ob man das weiß oder nicht.

00:45:58: aber dieser Mann hat eine Affäre und die Frage ist Wie geht sie damit um?

00:46:03: Nimmt Sie ihn zurück, gibt es ihm noch mal eine Chance.

00:46:05: Das tut sie und auch darum gehts viel in diesen

00:46:08: Buch.".

00:46:08: Und sie hat also diese Offenheit irgendwie ihre eigenen Fehler und Verfehlungen zu sehen, Seine zu sehen und das aber alles irgendwie mit so einem sehr schönen Ton rüberzubringen.

00:46:20: und was noch ein wichtiger Strang ist in diesem Buch.

00:46:22: ich würde gerne nochmal zwei Stellen zitieren und die erste Stelle bezieht sich darauf dass sie halt immer wieder auch damit ringt, sie möchte eigentlich so ne Künstlerin sein im Sinne von, ich will mir meine Zeit für mich nehmen und nicht zu viel mit diesem Familienkram beschäftigen.

00:46:36: Aber gleichzeitig will sie auch eine gute Mutter für ihr Kind

00:46:39: sein.".

00:46:40: Und auch das ist was bei ihr nicht so ... Sie beschreibt es nicht wie ein Mangel.

00:46:45: Weißt du, was ich mein?

00:46:46: Es gibt ja manchmal dieses, dass sehr viel darüber geschrieben wird, wie blöd das alles ist.

00:46:50: Man

00:46:50: kriegt die Unterstützung

00:46:51: nicht und man ist verbittert genau.

00:46:53: Das macht sie nicht, sondern sie beschreibt das halt mit sehr viel Humor.

00:46:57: Ich hatte beschlossen, nie zu heiraten.

00:47:02: Stattdessen wollte ich ein Kunstegomane werden.

00:47:05: Frauen werden so etwas fast nie, weil solche Ungeheuer sich nur mit Kunst beschäftigen und nicht mit Alltagsdingen.

00:47:11: Boghoff hat nicht einmal seinen Regenschirm zugemacht.

00:47:13: Vera hat für ihn die Briefmarken geleckt.

00:47:16: Und das ist so ... Da denkt sie also drüber nach?

00:47:18: Dann wünscht sie es immer wieder!

00:47:19: Und dann denkt sie aber auch so nee geht halt irgendwie doch nicht ne?

00:47:22: Ach

00:47:22: Gott dieses Bild von einer Person, den neben dem Schreibtisch steht und ihre Zunge rausstreckt wirklich, das hat mich jetzt gekillt.

00:47:30: Dann lass uns noch mal hören, wie gegen Ende.

00:47:35: Auf Seite hundertfünfundfünfzig habe ich ein Lesezeichen rein gemacht.

00:47:37: Ja

00:47:38: ist ja ein Service hier wie

00:47:38: Sprechen anwächtig.

00:47:40: Oh Gott!

00:47:42: Genau.

00:47:42: aber am Ende beschreibt sie nochmal.

00:47:44: also wir müssen das jetzt so vorstellen.

00:47:45: der Mann hat gebeistet, der Mann war eine Zeit lang ausgezogen.

00:47:49: Sie hat gesagt gut versuchen es nochmal.

00:47:52: Eine Therapeutin spielt durchaus auch eine Rolle in dem ganzen Konstrukt und sie haben auch einen Kind zusammen.

00:47:58: Und jetzt geht es um die Frage, wie gehen Sie damit um?

00:48:03: Man und Frau führen ihre Flüsterkämpfe nun wie empfohlen mit härteren Bandagen.

00:48:09: Sie nennt ihnen einen Feigling – er nennt sie ein Miststück.

00:48:13: Aber sie können das noch nicht besonders gut!

00:48:15: Manchmal hört einer von Ihnen mittendrin auf und bietet dem anderen ein Plätzchen oder einen Kaffee an…

00:48:22: Was

00:48:23: vom Tage übrig

00:48:25: blieb?!

00:48:27: Josef, wir sprechen heute über eine Biografie in der Trennungen auch ne ganz wesentliche Rolle spielen.

00:48:33: Aber mehr so auf eine globalere politischere Art und Weise.

00:48:40: Wir sprechen jetzt über eine Schriftstellerin die genauso gut in unsere Reihe zu vergessenen Literatur-Nobelpreisträgerinnen gepasst hätte.

00:48:47: Die Rede ist von Nelly Sachs Und sie wird am zehnten zwölften In Schöneberg, das damals noch nicht zu Berlin, aber eben bei Berlin gelegen war.

00:49:00: Der Vater fabrikant die Familie insgesamt wohlhabend und unauffällig eine jüdische Familie.

00:49:06: Nelly Sachs wird geboren und wird von Kindheit an als Zartz-und in sich gekehrt beschrieben.

00:49:11: Hans Magnus Ensensberger ein enger Vertrauter am Ende ihres Lebens wird sagen dünn wie ein Vogel.

00:49:18: Und schon früh fühlt sie sich einsam und unverstanden, liest viel, schreibt früh.

00:49:24: Mit fünfzehn Jahren ist sie so fasziniert von Selma Lagerlöst, die Büromahnen Göster Berling, dass sie mit der schwedischen Schriftstellerin, die dann ja auch den Literatur Nobelpreis erhalten hat über thirty-fünf Jahre lang Briefe schreiben wird – fand ich auch einen sehr schönen Strang, der sich da schon wieder durch Europa spinnt!

00:49:43: Mit siebzehn lernt ihr auf einer Kur im Riesengebirge einen jungen Mann kennen und lieben.

00:49:47: Und tatsächlich ist es so, dass sie nie den Namen nennen wird.

00:49:50: Also man weiß gar nicht wer das is'.

00:49:52: Man kennt nur ein paar Eckdaten... Der Vater hat die Beziehung auch verboten aber es ist wohl so, daß die im Verborgenen noch Jahrzehnte lang angehalten hat.

00:50:03: Das ist ein bisschen undurchsichtig gewesen, aber in den letzten Jahren stirbt der Vater an Krebs, was ein schwerwiegender Verlust ist – die erste oder eine der ersten Trennungen, die sie nie ganz überwinden wird.

00:50:13: Und der Geliebte selber soll dann zehn Jahre später von der Gestapo verhaftet und getötet worden sein!

00:50:19: Sie wird krank, hört auf zu essen und zu sprechen und das Schreiben wird mal wieder eine

00:50:23: Überlebensstrategie.".

00:50:26: Doch von dem, was eben in Berlin Schöneberg an Gedichten entstand, wollte sie später nichts mehr wissen….

00:50:32: Wir kommen dann noch darauf, dass ihr Werk eigentlich durch andere Texte dann wesentlich bekannter wurde.

00:50:39: Wegen der Bedrängung durch die Nationalsozialisten leben sie und ihre Mutter ein zurückgezogenes Leben – Sie versuchen nicht aufzufallen!

00:50:45: Und im selben Jahr also immer noch, da ist sie knapp fünfzig Jahre alt, flieht sie mit ihrer Mutter und einem bisschen Handgepäck nach Schweden.

00:50:55: Ganz bekannt ist etwas was sie dazu gesagt hat.

00:50:58: es ist ordlos wo ich bin.

00:51:00: Eine Freundin von ihr hatte Selma Lagerlöf gebeten, Nelly Sachs und ihrer Mutter zur Flucht nach Schweden zu verhelfen.

00:51:05: Und sie können wirklich im letzten Moment ausreisen.

00:51:08: Es hatte bereits den Befehl zur Deportation gegeben.

00:51:11: Selmar Lagerlüf die Brieffreundin war bei der Ankunft der Flüchtlinge bereits verstorben aber hat eben auch sich wohlwollend dazu geäußert und darauf Einfluss genommen.

00:51:22: Ja Nelly Sax entdeckt dann die schwedische Lyrik und beginnt diese zu übersetzen.

00:51:26: und während ihre Reime zur Berliner Zeit durch feste Reime und eine vorgefertigte Struktur ausgezeichnet waren, beginnt sie in Schweden sich davon zu lösen.

00:51:38: Und schreibt freier!

00:51:40: Vor allem Nacht sollen ihr diese Worte gekommen sein wenn es keine Ablenkung oder Arbeiten von außen gab.

00:51:46: Sie, die also ganz wortgewaltig geschrieben hat war selbst immer noch eher still- und zurückhaltend und saß an einem kleinen Tischchen zwischen Herd und Bett eingeklemmt pflegte tagsüber ihre ja schon sehr alte mutter und schrieb dann eben nachts.

00:52:01: sie schreibt oft von einem wir.

00:52:03: mit diesen gedichten wird sie berühmt.

00:52:05: das sind gedichte im namen des jüdischen folges gedichte über die verbrechen dessen s regimes Und die Rezeption fällt dann ganz unterschiedlich aus.

00:52:14: Die Bände in den Wohnungen des Todes von siebenundvierzig und Sternverdunklung zwei Jahre später werden zunächst im Ost-Berlin veröffentlicht, weder in der Schweiz noch in Westdeutschland oder in den westlichen Zonen.

00:52:25: zu der Zeit wurden die Gedichte von Nelly Sachs gedruckt.

00:52:29: Die Geldnot hält auch an so dass sie weiterhin Übersetzungen und Gelegenheitsarbeiten macht.

00:52:34: und dann neunzehntfünfzig stirbt die Mutter.

00:52:37: Der nächste Verlust den Nelly Sachs schwer trifft.

00:52:42: Und dann beginnt sie eine Korrespondenz, eine Brieffreundschaft diesmal mit Paul C. Lahn, den sie später auch in Paris besuchen wird.

00:52:49: Mit ihm fühlt sie sich verbunden – man kann sich das vorstellen!

00:52:51: Für beide war die Dichtung der rettende Anker, der ihnen halt gegeben hat angesichts der Grausamkeiten ihrer Erlebnisse.

00:52:58: und Ende der fünftiger Jahre wird sie nun auch in Westdeutschland bekannt.

00:53:02: Ihr Werk wird gerühmt, ihr erhält Preise, wird in die Akademie für Sprache- und Dichtkunst aufgenommen In Darmstadt doch alles in Abwesenheit.

00:53:11: Sie kehrt nicht zurück nach Deutschland, vorerst ihre Angst ist zu groß.

00:53:16: Neunzehntzig jedoch will sie einen Preis persönlich in Empfang nehmen.

00:53:19: Sie reist nach zwanzig Jahren erstmals zurück nach Germany und zurück in Schweden bricht sie zusammen verbringt drei Jahre in einer psychiatrischen Klinik bei Stockholm also wirklich auch ein Leben das immer wieder geprägt ist von diesen Schwierigkeiten aufgrund der Erlebnisse zur Zeit der Nationalsozialisten in Deutschland.

00:53:43: Sie schreibt aber weiter unter widrigsten Umständen und erhält dann an ihrem seventy-fünfzigsten Geburtstag im Jahr neunzeigstechsundsechzig den Literaturnobelpreis.

00:53:52: Dreißig Jahre hat sie also seit derzeit in Schweden diszipliniert, mit großem Durchhaltevermögen geschrieben.

00:54:01: Sie starb am zwölften Mai in einem Stockholmer Krankenhaus an Krebs und am selben Tag, an dem Paul C. Lahn beerdigt wurde.

00:54:10: Das war jetzt nur ein kurzer Einblick in ein Leben das mich sehr berührt hat und zu dem es noch viel mehr zu sagen gegeben hätte.

00:54:16: Jetzt aber möchte ich anstoßen mit dir

00:54:19: auf Nelly Sachs

00:54:21: Und wir sehen uns nächste Woche wieder

00:54:50: der Podcast für literarische Grundbedürfnisse mit Lin-Penedope Miklitz und Josef Braun.

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